In Frankfurt (Oder) hat ein neues Zentrum eröffnet, in dem Menschen mit abgelehnten Asylanträgen Deutsch lernen und Arbeit finden können.
Was ist passiert? In der Landesübergangseinrichtung in Frankfurt (Oder) gibt es seit dem 1. Juni 2026 ein neues Angebot, das Chancencenter. Es ist für Menschen gedacht, deren Asylantrag abgelehnt wurde und die eigentlich das Land verlassen müssten. Für sie gibt es dort Sprachkurse, Kinderbetreuung und Hilfe bei der Suche nach einem Job oder Praktikum. Den Start begleitete Brandenburgs Sozialminister René Wilke von der SPD, der das Zentrum besuchte und sagte, dass man sich in der Vergangenheit zu wenig um diese Menschen gekümmert habe. Ein erster Sprachkurs läuft bereits mit 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Kamerun, Kenia, Afghanistan und Südafrika. Laut Ausländerbehörde könnten pro Jahr etwa 200 bis 300 Personen von dem Angebot erreicht werden.
Wer hilft? Hinter dem Chancencenter steht das Sozialministerium von Brandenburg gemeinsam mit der Ausländerbehörde, Sprachkursträgern und Unternehmen aus der Region. Auch eine Kinderbetreuung ist Teil des Angebots, damit Eltern Kurse besuchen oder arbeiten können. Das Zentrum soll so eine Brücke sein zwischen den Behörden, den Betroffenen und der Arbeitswelt. So sollen Schritte wie das Erlernen der deutschen Sprache, Bewerbungen und Kontakte zu Firmen einfacher werden.
