Seit Januar 2026 bekommen junge Menschen in Deutschland Post von der Bundeswehr mit der Frage, ob sie sich für einen Freiwilligendienst interessieren – und die ersten Zahlen sind da.
Was ist passiert? Anfang 2026 hat die Bundeswehr ein neues Gesetz zum Wehrdienst bekommen. Seither werden alle jungen Menschen angeschrieben, die bald 18 werden – Frauen, Männer und Personen anderer Geschlechtsidentitäten. Bis Mitte Juni wurden rund 298.200 Briefe verschickt. Männer müssen den beigelegten Fragebogen ausfüllen, für alle anderen ist es freiwillig. Rund 96 Prozent der Männer haben den Bogen zurückgeschickt. Am Ende haben sich bisher etwa 530 junge Leute entschieden, 2026 tatsächlich bei der Bundeswehr anzufangen – vorher waren es 1.500 Musterungen und medizinische Checks. Die Bewerbungen insgesamt sind im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent gestiegen, auf rund 38.500.
Wer hilft und wo gibt es Infos? Das Verteidigungsministerium hat die erste Zwischenbilanz vorgelegt und sieht die Bundeswehr auf Kurs. Wer Fragen hat, kann sich direkt an die Karriere-Hotline der Bundeswehr wenden oder im Internet die Karriereseite besuchen. Beim „Tag der Bundeswehr" kann man sich vor Ort informieren und mit aktiven Soldatinnen und Soldaten sprechen. Schulen und Berufsberatungen bieten ebenfalls Material an, das die Möglichkeiten und Pflichten rund um das Thema Wehrdienst erklärt.
