Der Bundestag hat einen neuen Chef für den Datenschutz gewählt: Moritz Hennemann, einen Jura-Professor aus Freiburg.

Am 25. Juni 2026 hat der Bundestag, also das deutsche Parlament, einen neuen Bundesbeauftragten für den Datenschutz gewählt. Der neue Mann an der Spitze heißt Moritz Hennemann. Er ist 41 Jahre alt und arbeitet seit Oktober 2023 als Professor an der Universität Freiburg. Dort lehrt er Informations-, Medien- und Internetrecht – also die Regeln, die im Internet und in den Medien gelten, zum Beispiel was mit deinen Daten passieren darf. 391 Abgeordnete haben für ihn gestimmt, 77 haben sich enthalten. Damit hat er eine klare Mehrheit bekommen.

Hennemann hat in Heidelberg, Krakau und Oxford Jura studiert und sich später in Freiburg habilitiert, das heißt, er hat eine besondere Prüfung gemacht, die ihm erlaubt, Professor zu werden. Danach hat er an der Universität Passau gearbeitet und ist vor etwa drei Jahren nach Freiburg zurückgekehrt. Er gilt als Experte für Datenrecht, also für die Regeln rund um persönliche Daten. Die SPD-Bundestagsfraktion sagt, er sei ein „echter Gewinn für einen pragmatischen Datenschutz".