Der ukrainische Präsident Wolenskyj hat am Dienstagabend einen neuen General an die Spitze der Armee gestellt, nachdem tagelang Menschen in der Ukraine auf die Straße gegangen waren.

Was ist passiert? In der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj den Chef der Armee ausgetauscht. Der bisherige General Olexander Syrskyj musste nach tagelangen Protesten gehen. An seiner Stelle wurde General Mychajlo Drapatyj ernannt. Drapatyj ist erst 43 Jahre alt und gilt als erfahrener Soldat, der schon seit 2014 in Kriegen kämpft. Auf Facebook schrieb er, er wolle die Offensiven gegen Russland verstärken und die Armee modernisieren. Schon in der Woche zuvor hatte Selenskyj den beliebten Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow entlassen – das hatte die Proteste erst ausgelöst.

Wer hilft, die Lage zu ordnen? Präsident Selenskyj hat auf die Demonstrationen reagiert und einen neuen General ernannt, der als Reformer gilt. Internationale Partner wie die EU und Deutschland zeigen sich aufmerksam: Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigte Gespräche mit Kiew an. Sicherheitsexperten sehen in Drapatyj einen Soldaten, vor dem Russland Respekt habe. Auch die ukrainische Zivilgesellschaft und Veteranen wie der 31-jährige Dmytro Koziatynsky haben mit ihren Protesten dazu beigetragen, dass die Regierung reagiert hat.

Was kannst du tun? Wenn du dich für den Krieg in der Ukraine interessierst, lohnt es sich, seriöse Quellen zu nutzen und kritisch zu hinterfragen, was in sozialen Medien verbreitet wird. Du kannst dich über Hilfsorganisationen informieren, die in der Ukraine tätig sind, oder in deiner Schule oder deinem Verein eine Spendenaktion organisieren. In einer Demokratie ist es wichtig, dass junge Menschen verstehen, wie politische Entscheidungen zustande kommen – und dass friedlicher Protest wirken kann.