In der Ukraine demonstrieren seit Tagen viele Menschen, weil ihr Präsident einen beliebten Minister entlassen hat.
Was ist passiert? In der Hauptstadt Kiew und in anderen Städten der Ukraine gehen seit drei Tagen Menschen auf die Straße. Sie sind sauer, weil Präsident Wolodymyr Selenskyj den Digitalminister Mychajlo Fedorow entlassen hat. Fedorow ist erst 35 Jahre alt und gilt bei vielen als jemand, der das Land moderner machen will. Auf Plakaten steht zum Beispiel „Bringt Fedorow zurück!" und „Respektiert das Volk!". Fedorow selbst hat auf einer Pressekonferenz gesagt, er wolle „mit den Ukrainern reden wie mit Erwachsenen", und hat schwere Vorwürfe gegen den Armeechef Oleksandr Syrskyj erhoben.
Wer hilft? In den sozialen Netzwerken solidarisieren sich viele junge Ukrainer mit Fedorow. Sie teilen seine Botschaft und rufen dazu auf, friedlich zu demonstrieren. Auch Journalisten wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten aus Kiew und sorgen dafür, dass die Welt erfährt, was dort passiert. Nach der Entlassung wurde ein geschäftsführender Verteidigungs- und Außenminister eingesetzt, damit die Regierungsarbeit weiterlaufen kann.
