Die Staatsanwaltschaft ermittelt erneut gegen den Bludenzer Bürgermeister Simon Tschann wegen Amtsmissbrauchs – kurz nachdem er in einem Prozess schon verurteilt worden war.
Was ist passiert? Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat neue Ermittlungen gegen Simon Tschann gestartet. Er ist Bürgermeister der Stadt Bludenz in Vorarlberg und gehört der ÖVP an. Ihm wird vorgeworfen, als Bürgermeister eine Baugenehmigung erteilt zu haben, obwohl er vielleicht hätte wissen müssen, dass das nicht erlaubt ist. Das ist der Vorwurf des Amtsmissbrauchs. Schon im Februar 2026 wurde er deswegen von einem Gericht verurteilt, aber das Urteil ist noch nicht endgültig. Ein Behördensprecher hat der Nachrichtenagentur APA bestätigt, dass die neuen Ermittlungen laufen.
Wer hilft? Die Justiz kümmert sich darum, die Vorwürfe zu prüfen. Gerichte und Staatsanwaltschaften arbeiten unabhängig von der Politik. Sie müssen herausfinden, ob Tschann wirklich etwas Verbotenes getan hat oder ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Bis ein Urteil wirklich feststeht, gilt für Tschann die Unschuldsvermutung – das bedeutet: Er gilt so lange als unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist.
