In Schleswig-Holstein entsteht eine neue Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal – aber für die zweite Hälfte fehlt noch Geld vom Bund.
Die Rader Hochbrücke bei Rendsburg ist eine wichtige Autobahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal. Täglich fahren dort rund 54.000 Fahrzeuge über die alte Brücke. Damit das in Zukunft reibungslos klappt, wird gerade eine neue Brücke gebaut. Der erste Teil ist fast fertig – er wurde vor Kurzem eingehoben, und ab Ende des Jahres soll der Verkehr der Autobahn A7 darüber rollen können.
Doch für den zweiten Teil der Brücke ist die Finanzierung noch nicht klar. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen hat den Bund daher angeschrieben und fordert, das Projekt komplett fertigzustellen. Ohne das zweite Bauwerk könnte das nahegelegene Autobahnkreuz Rendsburg über Jahre zum Engpass werden.
Das Bundesverkehrsministerium sagt: Geld ist gerade knapp, und die Baupreise sind seit 2021 um rund 40 Prozent gestiegen. Trotzdem hält das Ministerium das Projekt für sehr wichtig und plant, dass die Autobahn GmbH des Bundes künftig Kredite aufnehmen darf, um solche Vorhaben ab 2027 zu finanzieren. Bis 2031 soll die ganze neue Brücke stehen – mit zwei Hälften und sechs Spuren.
