In der Nacht haben dicke Kräne ein tonnenschweres Mittelstück der neuen Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal gehoben – ein riesiges Stück Technik, das ab Ende des Jahres Autos über das Wasser tragen soll.

Stell dir vor: Mitten in der Nacht fahren zwei riesige Kräne an, heben ein Stahlteil nach oben und setzen es in eine Lücke zwischen zwei Brückenhälften. Genau das ist bei Rendsburg passiert. Das Teil ist 118 Meter lang, fast 19 Meter breit und wiegt ungefähr 1.250 Tonnen – so viel wie rund 200 Elefanten zusammen. Damit das alles klappt, durften für 16 Stunden keine Schiffe mehr auf dem Kanal fahren.

Die alte Brücke an dieser Stelle ist schon 54 Jahre alt und stammt aus dem Jahr 1972. Vor über zehn Jahren haben Fachleute schwere Schäden entdeckt, deshalb wurde der Neubau beschlossen. Verantwortlich ist die DEGES, eine Firma, die im Auftrag der Bundesautobahngesellschaft große Straßenbauprojekte plant. Sie sagt, dass die neue Brücke sogar 100 Jahre halten könnte, wenn es kein Erdbeben gibt.