Heute, am 12. Juni 2026, gelten in der EU neue Regeln für Menschen, die ohne Papiere einreisen und Asyl beantragen.
Was ist passiert? Die EU hat jahrelang über ein gemeinsames Asylsystem verhandelt. Ab heute gelten einheitliche Regeln: Wer ohne gültige Papiere in die EU kommt, wird zuerst kurz geprüft – innerhalb von sieben Tagen werden Identität, Gesundheit und Sicherheit kontrolliert. Danach wird schnell, in höchstens zwölf Wochen, entschieden, ob die Person in ein normales Asylverfahren kommt oder das Land verlassen muss. Dafür entstehen an vielen Außengrenzen spezielle Einrichtungen. Insgesamt sollen 30.000 Plätze dafür entstehen, zum Beispiel an Flughäfen wie Frankfurt oder München und an der griechischen und italienischen Mittelmeergrenze.
Wer hilft? Das UNHCR, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, beobachtet die Lage genau. Organisationen wie Save the Children setzen sich dafür ein, dass die Rechte von Kindern und Familien gewahrt bleiben. Sie prüfen, ob die Unterbringung in den neuen Einrichtungen menschenwürdig ist. Auch Journalisten berichten kritisch, wenn Behörden Fehler machen. Ein Sprecher der EU-Kommission hat gesagt, dass «viele Mitgliedstaaten grosse Fortschritte» gemacht hätten, aber dass «weitere Arbeit und kontinuierliche Anstrengungen erforderlich» seien.
