An diesem Freitag geht am Flughafen Berlin-Brandenburg ein neues Zentrum an den Start, an dem Asylverfahren schneller als bisher ablaufen sollen.
Was ist passiert? Mit dem Inkrafttreten der neuen EU-Asylregeln (Geas-Reform) nimmt am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) ein Zentrum für sogenannte Außengrenzverfahren seinen Betrieb auf. Dort werden Menschen, die direkt nach der Landung einen Asylantrag stellen, in einem beschleunigten Verfahren geprüft, das höchstens zwölf Wochen dauern soll. Das Verfahren betrifft vor allem Menschen aus Ländern, in denen Schutz selten gewährt wird, Personen, die falsche Angaben zu ihrer Identität machen, sowie Personen, die als Sicherheitsrisiko gelten.
Wer hilft und wer ist beteiligt? Das Zentrum wird von den deutschen Behörden gemeinsam mit der Bundespolizei und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge betrieben, unter der politischen Verantwortung des Bundesinnenministeriums. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat seinen Besuch am Eröffnungstag angekündigt, um sich ein Bild vom Start zu machen. Weitere solcher Zentren gibt es bereits in Frankfurt am Main und München, weitere sind in Planung. Insgesamt muss Deutschland nach EU-Vorgabe 374 Plätze für diese Verfahren vorhalten, ausschließlich an Flughäfen und Seehäfen.
