Der Streaming-Riese Netflix hat im letzten Quartal mehr Umsatz und Gewinn gemacht als im Vorjahr, doch sein Ausblick enttäuschte die Börsianer.
Stell dir vor, du hast einen guten Monat in deinem Nebenjob, aber dein Chef sagt: „Nächstes Quartal wird vielleicht nicht so stark wie erhofft." Genau so geht es gerade Netflix. Der Konzern steigerte seinen Umsatz um 13 Prozent auf rund 12,56 Milliarden Dollar – das sind etwa 10,98 Milliarden Euro. Der Gewinn wuchs um 8,8 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Klingt erstmal super, oder?
Trotzdem rutschte die Netflix-Aktie nach den Zahlen zeitweise um mehr als sieben Prozent nach unten. Der Grund: Netflix hat für das laufende Quartal weniger Umsatz vorausgesagt, als Analysten im Durchschnitt erwartet hatten. Anleger – also Menschen, die Netflix-Aktien besitzen – machen sich Sorgen, dass das Wachstum schwächer wird.
Ein weiterer Punkt verunsichert: Marktforscher haben Daten veröffentlicht, wonach beliebte Netflix-Serien ab der zweiten Staffel weniger Zuschauer haben. Das bedeutet: Viele schauen die erste Staffel, aber das Interesse sinkt danach. Netflix hat außerdem angekündigt, Beliebtheitszahlen künftig nur noch einmal pro Jahr statt zweimal zu veröffentlichen. Außerdem nennt der Konzern keine regelmäßigen Abonnentenzahlen mehr. Für Beobachter macht das die Einschätzung schwieriger.
