Die Behörde E-Control will, dass große Stromspeicher nachts weniger Netzgebühren zahlen, und hat dafür einen Entwurf vorgelegt.
Stell dir vor, du hast eine riesige Batterie – so groß wie ein kleines Haus. Die kann tagsüber überschüssigen Strom speichern, zum Beispiel von Solarparks, und ihn nachts wieder abgeben. Genau diese großen Speicher sollen in Zukunft weniger Netzgebühren zahlen, wenn sie den Strom zwischen 22.00 und 4.00 Uhr nutzen oder abgeben. Das hat die E-Control, die in Österreich den Strommarkt überwacht, in einem neuen Entwurf festgehalten. Die Regelung wird „Winter-Nieder-Arbeitspreis" (WiNAP) genannt und kommt nach dem Sommer-Pendant SNAP, das im April gestartet ist.
Warum macht man das? Ganz einfach: Das Stromnetz ist dann am stärksten ausgelastet, wenn viele Menschen gleichzeitig kochen, fernsehen oder ihre E-Autos laden – also abends. Wenn große Batterien genau in dieser Zeit Strom ins Netz einspeisen, müssen weniger Kraftwerke gleichzeitig auf Hochtouren laufen. Das entlastet das Netz und kann sogar die Großhandelspreise drücken.
