Nach den schweren Ausschreitungen beim Spiel 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden im Januar 2026 hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 29-Jährigen erhoben.

Was ist passiert? Beim Zweitligaspiel 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden am 24. Januar 2026 ist es am Rand zu schweren Krawallen gekommen. Dabei soll ein 29-jähriger Mann aus Aschersleben einen sehr schweren Pflasterstein aus kurzer Entfernung auf Polizisten geworfen haben. Ein Beamter wurde am Kopf getroffen und verletzt. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg hat den Mann jetzt wegen versuchten Mordes angeklagt, weil er laut Anklage in Kauf genommen habe, dass der Wurf tödlich hätte enden können. Weitere Ermittlungen gegen andere Verdächtige laufen noch.

Wer hilft und handelt? Polizei und Staatsanwaltschaft in Sachsen-Anhalt ermitteln in dem Fall. Der 29-Jährige sitzt seit Ende Januar 2026 in Untersuchungshaft, das bedeutet: Er wartet hinter Gittern auf seinen Prozess. Der Verein 1. FC Magdeburg hat angekündigt, im Stadion mehr Kameras aufzustellen und gegen erkannte Gewalttäter sofort Stadionverbote zu verhängen. Außerdem zieht ein Sponsor seine Unterstützung zurück, weil ein Fan-Magazin zur Vernichtung von Beweisen aufgerufen haben soll – das zeigt, dass Wirtschaft und Vereine Druck gegen Gewalt machen.