Deutschland hat ein riesiges Marine-Projekt abgebrochen und will stattdessen schnellere, günstigere Schiffe kaufen.

Was ist passiert? Das Verteidigungsministerium unter Minister Boris Pistorius hat das Projekt F126 beendet. Das war eine geplante Fregatte, also ein großes Kriegsschin, das vor allem feindliche U-Boote aufspüren sollte. Eigentlich sollten sechs dieser Schiffe gebaut werden. Doch der Bau wurde immer teurer und dauerte viel zu lange. Am Ende wären die Gesamtkosten auf etwa 18,8 Milliarden Euro gestiegen – fast doppelt so viel wie ursprünglich geplant. Etwa 2,3 Milliarden Euro wurden schon ausgegeben, ohne dass ein einziges Schiff fertig wurde. Pistorius sagte dazu: „Meine Damen und Herren, das geht nicht“. Jetzt sollen stattdessen acht Schiffe vom Typ MEKO A-200 beim deutschen Hersteller TKMS gebaut werden. Sie kosten insgesamt 11,6 Milliarden Euro und sollen schneller einsatzbereit sein.