Forschende aus der Schweiz haben herausgefunden, dass mehr Staub aus der Sahara nach Europa geweht wird – und das hat Folgen für deine Gesundheit und für Solarstrom.

Stell dir vor, du schaust morgens aus dem Fenster und die Luft sieht gelblich-trüb aus, der Sonnenuntergang ist rot, und auf dem Auto liegt ein feiner Staub. Dann ist gerade Wüstenstaub aus der Sahara in der Luft unterwegs. Forschende vom Paul Scherrer-Institut in der Schweiz haben in der Zeitschrift "Nature" untersucht, wie viel davon nach Europa kommt.

Das Ergebnis: In den letzten zehn Jahren ist die Menge an Sahara-Staub über Europa um zehn bis 25 Prozent gestiegen. Wenn man noch weiter zurückschaut, zeigt ein Blick in alte Eisstücke aus den Alpen: In den letzten 150 Jahren hat sich die Staubmenge sogar mehr als verdoppelt. Das liegt am Klimawandel: Die Sahara wird größer, einzelne Staubstürme sind stärker geworden, und der Wind trägt den Staub öfter nach Norden.