Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben gemessen, dass über Europa mehr Staub aus der Sahara in der Luft ist als früher.

Stell dir vor, du stehst in Süditalien und der Himmel sieht plötzlich milchig-gelb aus. Das ist Saharastaub. Zwischen 2012 und 2021 wurde in vielen Teilen Europas mehr solcher Staub in der Luft gemessen. In Süditalien und im östlichen Mittelmeer ist der Anstieg am größten: Die Werte stiegen dort um mehr als 0,15 Mikrogramm pro Kubikmeter pro Jahr. Klingt wenig, aber an besonders staubigen Tagen sind es 9,7 Mikrogramm – fast zwei Drittel des Grenzwerts der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die WHO sagt: Feinstaub im Jahresmittel soll unter 15 Mikrogramm pro Kubikmeter bleiben.

In Nordeuropa ist die Lage weniger schlimm als im Süden. Über der Schweiz wurde sogar weniger Staub gemessen als früher – die Werte sind dort leicht gesunken. Das ist ungewöhnlich, weil fast überall sonst in Europa die Belastung steigt, sogar bis nach Skandinavien.

Wüstenstaub ist nicht nur ein Thema für die Luft, sondern auch für die Gesundheit. Werden viele feine Teilchen eingeatmet, kann das die Atemwege belasten. Deshalb beobachten Forschende und Umweltbehörden die Entwicklung genau und prüfen, wie sich der Staub in Zukunft entwickelt.

Warum ist das für dich wichtig?

Du atmest diese Luft: Wenn Wüstenstaub und Abgase zusammenkommen, kann das für Asthmatiker und Allergiker unangenehm werden – gut zu wissen, was in deiner Umgebung passiert.