Eine große Studie zeigt: Es liegt heute deutlich mehr Saharastaub in der Luft über Europa als noch vor 150 Jahren.

Du hast bestimmt schon mal Tage erlebt, an denen der Himmel weißlich-grau aussieht und die Sonne verschwommen scheint. Oft steckt Saharastaub dahinter. Forschende haben jetzt die bisher größte Untersuchung dazu veröffentlicht. Sie haben Daten von über hundert Messstationen in Europa ausgewertet und in Eis aus Alpen-Gletschern nach Spuren von Wüstenstaub gesucht. Das Ergebnis: Die Belastung hat seit der Industrialisierung deutlich zugenommen – in den Alpen hat sich die Staubmenge sogar mehr als verdoppelt.

Am stärksten betroffen sind Südeuropa und ein Streifen von Spanien über Frankreich und Italien bis nach Griechenland. Aber auch in Mitteldeutschland merkt man die staubigen Tage, zum Beispiel wenn die Luftqualitäts-App Alarm schlägt. Im Durchschnitt lag die Feinstaubkonzentration aus der Sahara in Mittel- und Nordeuropa zuletzt bei 2,1 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, in Südeuropa sogar bei 5,3 – und der Trend zeigt nach oben.