In Norditalien fehlt seit Wochen Regen – der größte Fluss des Landes führt viel weniger Wasser als sonst.

Was ist passiert? In Norditalien gibt es seit Wochen kaum Regen. Der Po, der längste Fluss Italiens, führt laut dem Verband Anbi in der Gegend von Pontelagoscuro etwa 70 Prozent weniger Wasser als im Durchschnitt. Damit die Felder nicht durch Salzwasser aus dem Meer geschädigt werden, haben die Bauern die Bewässerung vorerst eingestellt. Auch im Po-Delta ist es ungewöhnlich warm: 32 Grad wurden gemessen, Werte, die man sonst erst im August erwartet.

Wer hilft? Die Regierung im Piemont will am Montag über die Öffnung von Staudämmen in den Alpen entscheiden, damit mehr Wasser in den Po fließen kann. Viele Bauern versuchen, ihre Tiere mit Ventilatoren und Wasserdüsen vor der Hitze zu schützen. Auch die Käsehersteller reagieren: In großen, klimatisierten Lagerhallen – manche nennen sie scherzhaft „Parmesan-Banken" – wird der Käbs bei gleichmäßiger Temperatur gelagert, und Fachleute klopfen jeden Laib mit kleinen Hämmern ab, um ihn zu prüfen.