Eine neue Studie zeigt: Saharastaub nimmt in Europa zu, besonders im Süden – doch es gibt Tipps, wie du dich schützen kannst.
Was ist passiert? Forschende aus der ganzen Welt haben Messdaten in Europa ausgewertet und herausgefunden: Saharastaub wird in vielen Ländern mehr. Vor allem in Südeuropa, also in Ländern wie Spanien, Italien oder Griechenland, gibt es inzwischen rund 46 Tage im Jahr mit viel Staub in der Luft. An diesen Tagen messen die Forschenden 9,7 Mikrogramm Staub pro Kubikmeter Luft. Das klingt wenig, ist aber fast zwei Drittel des Grenzwerts, den die Weltgesundheitsorganisation WHO für ein ganzes Jahr empfiehlt. Ursache sind ausgetrocknete Böden in Nordafrika und veränderte Winde, die den Staub nach Europa tragen.
Wer hilft? Forscherinnen und Forscher wie Stefanie Gilles von der Universität Augsburg untersuchen, was der Staub mit unserem Körper macht. Sie hat Tipps: Wenn viel Saharastaub angekündigt ist, solltest du Sport lieber drinnen machen statt draußen. So atmest du weniger Staub ein. Das Forschungsteam des Paul Scherrer Instituts (PSI) sagt außerdem: Langfristig müssen wir die Wüsten in Nordafrika schützen, damit weniger Staub entsteht. Auch Klima- und Bodenschutz helfen, das Problem an der Wurzel zu packen.
