Der Bundesrat hat am 12. Juni 2026 mehrere Gesetze gebilligt: Die Renten steigen, Apotheken dürfen mehr anbieten, und Opfer häuslicher Gewalt werden besser geschützt.

Was ist passiert? Der Bundesrat – die Vertretung der 16 Bundesländer – hat in Berlin viele Beschlüsse gefasst. Die wichtigsten: Die Renten steigen ab dem 1. Juli um 4,24 Prozent. Eine Standardrente mit 45 Beitragsjahren bekommt 77,85 Euro mehr im Monat. In Deutschland leben rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner.

Außerdem wurde eine große Apothekenreform beschlossen. Apotheken dürfen jetzt zum Beispiel Impfungen mit Totimpfstoffen anbieten, etwa gegen Tetanus. Bisher waren nur Grippe- und Corona-Impfungen erlaubt. Auch Blutabnahmen zur Kontrolle von Medikamenten und Vorsorge-Angebote zu Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind neu möglich. In dringenden Fällen dürfen Apotheken eine kleine Packung eines verschreibungspflichtigen Medikaments ohne Rezept abgeben – die Patientin oder der Patient zahlt selbst.