In Deutschland spenden gerade mehr Menschen Organe als in den letzten Jahren – das kann Leben retten.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 haben 452 Menschen in Deutschland nach ihrem Tod Organe gespendet. Insgesamt wurden 1.405 Organe registriert. Das sind rund 12 Prozent mehr Organe und 6,1 Prozent mehr Spenderinnen und Spender als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) berichtet, dass die Organspende in Deutschland damit den höchsten Stand seit 2012 erreicht hat.

Trotzdem warten noch immer viele Menschen auf ein neues Organ. Rund 8.200 Personen standen 2025 auf der Warteliste, 3.150 haben tatsächlich ein Organ bekommen. Eine Organspende kann Leben retten oder die Lebensqualität von schwer kranken Menschen enorm verbessern – zum Beispiel bei Nieren, Herz oder Leber.

Damit ein Organ nach dem Tod entnommen werden darf, muss die Person zu Lebzeiten zugestimmt haben – zum Beispiel mit einem Organspendeausweis. Wenn keine Erklärung vorliegt, entscheiden die Angehörigen. Im Bundestag wird gerade darüber diskutiert, das System ab 2030 auf eine Widerspruchsregelung umzustellen: Dann wäre jede Person automatisch Spenderin oder Spender, außer sie widerspricht aktiv.