Der Polizeibeauftragte des Bundes, Uli Grötsch, hat einen Bericht über die Bundespolizei vorgestellt – und die Zahl der Beschwerden ist stark gestiegen.
Was ist passiert? Uli Grötsch, der Polizeibeauftragte des Bundes, hat dem Bundestag seinen Bericht für den Zeitraum von Juli 2025 bis Juni 2026 gegeben. Insgesamt sind 421 Beschwerden eingegangen – fast 60 Prozent mehr als im Jahr davor. 50 davon handeln von Diskriminierung oder sogenanntem rassistischen Profiling. Das bedeutet: Menschen wurden kontrolliert, nur weil die Polizei wegen ihrer Hautfarbe, Sprache oder Herkunft misstrauisch war. Das meiste passierte an Flughäfen, Bahnhöfen und in Zügen an der Grenze. Grötsch sagte, er schaue auf diese internen Grenzkontrollen „mit wachsender Sorge“.
Wer hilft? Der Polizeibeauftragte wurde 2024 eigens dafür geschaffen, damit sich Bürgerinnen und Bürger sowie Polizeibeschäftigte melden können, wenn etwas schiefläuft. Grötsch schlägt vor, moderne Technik wie Drohnen und automatische Kennzeichen-Erkennung einzusetzen, damit Polizistinnen und Polizisten entlastet werden. Außerdem fordert er bessere Schulungen, damit Kontrollen fairer und transparenter werden.
