Immer mehr Menschen, die bei der Bahn oder bei der Bundespolizei arbeiten, werden bei der Arbeit angegriffen – die Zahlen steigen.

Was ist passiert? Das Bundesinnenministerium hat auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch geantwortet: In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden im Durchschnitt 5,5 körperliche Angriffe pro Tag gegen Bahn-Beschäftigte gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr (etwa fünf pro Tag) ist das ein Anstieg. Dazu kommen jeden Tag rund 30 Bundespolizisten, die Opfer von Übergriffen werden. Auslöser der Debatte ist der Tod eines 36-jährigen Schaffners im Februar in Rheinland-Pfalz, der bei einer Fahrkartenkontrolle von einem Fahrgast ohne Ticket so schwer verletzt wurde, dass er im Krankenhaus starb.

Wer hilft? Die Deutsche Bahn hat auf die Vorfälle reagiert: Beschäftigte bekommen immer häufiger Bodycams (Kameras am Körper), seit Juli läuft ein Test mit stichfesten Westen, und in manchen Regionen arbeiten Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer mit einer extra Sicherheitsperson zusammen. Politiker wie Alexander Throm (CDU) und Dietmar Bartsch (Linke) fordern mehr Schutz und ein neues Bundespolizeigesetz. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ist laut Bartsch gemeinsam mit Bahnchefin Evelyn Palla gefordert, den Personalschutz zu verbessern.