Das Friedensforschungsinstitut SIPRI schlägt Alarm: Die Zahl der einsatzbereiten Atomsprengköpfe steigt, alte Abkommen zur Rüstungskontrolle lösen sich auf.
Was ist passiert? SIPRI, ein bekanntes Friedensforschungsinstitut aus Stockholm, hat seinen neuen Jahresbericht veröffentlicht. Darin steht: Anfang 2026 gab es weltweit etwa 12.187 Atomsprengköpfe. Die Gesamtzahl ist zwar leicht gesunken, weil alte Sprengköpfe abgebaut werden. Aber die Zahl der einsatzbereiten Waffen ist gestiegen – auf rund 9.745. Etwa 4.012 davon sitzen schon auf Raketen oder Flugzeugen, zwischen 2.100 und 2.200 stehen in höchster Alarmbereitschaft. Neun Länder haben Atomwaffen: USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel.
Wer hilft? SIPRI-Forscherinnen und -Forscher wie Karim Haggag und Matt Korda sagen klar, was schiefläuft, und benennen die Risiken. Sie erinnern daran, dass es über 50 Jahre lang Verträge zwischen den USA und Russland gab, die den Wettlauf gebremst haben. Diese Verträge – wie zum Beispiel "New Start" – laufen gerade aus. Forscher wie Hans Kristensen fordern, dass die Länder wieder über Abrüstung reden. Auch Länder in Europa – etwa Frankreich, Großbritannien und Deutschland – fangen an, mehr Verantwortung im Nuklearbereich zu übernehmen. Das zeigt: Es gibt Akteure, die das Thema nicht einfach laufen lassen wollen.
