In Graz ist ein Angeklagter nicht zu seinem Prozess gekommen und hat den Richter mit einer kuriosen Ausrede verblüfft.
Stell dir vor, du hast einen wichtigen Termin vor Gericht – und tauchst einfach nicht auf. Genau das ist einem Mann in Graz passiert. Am Grazer Straflandesgericht sollte am Montag sein Prozess stattfinden, aber er blieb weg. Der Richter versuchte, ihn anzurufen, erreichte ihn aber zunächst nicht. Was dann passierte, klingt fast wie aus einem Film: Der Mann rief kurze Zeit später selbst beim Gericht an und fragte ahnungslos: "Wo bin ich?" Der Richter antwortete trocken: "Straflandesgericht. Dort, wo Sie jetzt gerade sein sollten."
Zum Glück gibt es in solchen Fällen klare Regeln und Menschen, die helfen. Das Gericht kann einen neuen Termin festsetzen, an dem der Angeklagte ordnungsgemäß vorgeladen wird. Erscheint er erneut nicht, kann die Polizei beauftragt werden, ihn vorzuführen – also direkt von zu Hause abzuholen. Richter, Staatsanwältinnen und Verteidiger achten darauf, dass das Verfahren trotzdem fair weiterläuft. Auch die digitale Zustellung über ID Austria spielt hier eine Rolle: Über dieses System bekommen Beschuldigte offizielle Schreiben vom Gericht.
