Bei einer Urteilsverkündung in Hanau hat ein Angeklagter eine Staatsanwältin angegriffen – jetzt prüft die Politik, wie so etwas künftig verhindert werden kann.
Was ist passiert? Am 20. Mai wurde im Landgericht Hanau ein Urteil verkündet. Der Angeklagte trug Handschellen. Plötzlich sprang er über seinen Tisch und schlug der Staatsanwältin mitten ins Gesicht. Danach wurde er schnell von vier Justizwachtmeistern – das sind die Sicherheitsleute im Gericht – überwältigt und zurück in seine Zelle gebracht. Zwei von ihnen wurden dabei selbst verletzt. Die Staatsanwältin konnte am folgenden Montag wieder arbeiten.
Wer hilft? Die vier Justizwachtmeister haben sehr schnell reagiert und Schlimmeres verhindert. Hessens Justizminister Christian Heinz hat sich bei ihnen bedankt und das Gericht besucht. Er hat gesagt, dass man jetzt genau hinschaut, was man besser machen kann, damit so ein Angriff nicht noch einmal passiert – zum Beispiel, in welchem Saal ein Verfahren stattfindet und wie viel Sicherheit nötig ist. Auch die Präsidentin des Gerichts, Katrin Burckhardt, hat erklärt: "Wir sind alle sehr aufgerüttelt."
