Am Samstag wählen die Menschen in Malta ein neues Parlament – ein Jahr früher als geplant, weil der Premierminister überraschend die Wahl ausgerufen hat.
Stell dir vor, deine Regierung sagt plötzlich: Wir wählen jetzt, in vier Wochen! Genau das ist in Malta passiert. Premierminister Robert Abela hat die Wahl vorgezogen, weil er wegen der vielen Krisen auf der Welt ein neues Mandat von den Bürgern will. Seine Labour-Partei regiert schon seit 2013.
Richtig Streit gibt es um Wirtschaftszahlen. Das Statistikamt hat neue Daten zu Schulden und Arbeitslosigkeit auf die Zeit nach der Wahl verschoben. Der Oppositionschef Alex Borg findet das unfair. Er sagt, Abela wolle verheimlichen, dass Malta fast zwölf Milliarden Euro Schulden hat. Abela sagt, das sei nur eine normale bürokratische Frist.
Borg ist erst 30 und seit letztem September Chef der Nationalistischen Partei. Er will frischen Wind bringen. Viele Familien in Malta wählen seit Generationen immer dieselbe Partei – das zu ändern ist schwer. Umfragen sagen, dass Abela wohl gewinnt, aber Borg holt auf.
