Die Menschen in Malta haben am Samstag ein neues Parlament gewählt, und die Labour-Partei von Premierminister Robert Abela hat zum vierten Mal in Folge gewonnen.

Stell dir vor, du lebst auf einer kleinen Insel mitten im Mittelmeer. Genau das ist Malta – der kleinste Staat der Europäischen Union, aber mit ganz schön vielen Menschen auf engem Raum. Am Samstag durften über 300.000 Malteserinnen und Malteser wählen, wer sie in den nächsten Jahren regieren soll. Die Wahl war eigentlich erst für nächstes Jahr geplant, aber Premierminister Robert Abela hat sie vorgezogen. Er meinte, seine Regierung brauche jetzt frisches Vertrauen, weil die Weltlage gerade ziemlich unsicher ist – Stichwort Energiekrise und Konflikte wie der Iran-Krieg.

Gewonnen hat also wieder die Labour-Partei, die schon seit 2013 an der Regierung ist. Ihr Chef Robert Abela ist 48 Jahre alt und kommt aus einer Politikerfamilie: Sein Vater war früher sogar Präsident von Malta. Der Gegner, Alex Borg, ist erst 30 und führt die Nationalistische Partei. Er hat früher mal einen Schönheitswettbewerb gewonnen und ist jetzt Anwalt. Nach der Wahl hat er Abela angerufen und ihm gratuliert – so gehört sich das in einer Demokratie.