Eine Studie des Fraunhofer-Instituts warnt: Wer jetzt noch eine Gasheizung einbaut, könnte später viel Geld verlieren, weil das Gasnetz in Deutschland wohl bis 2045 abgeschaltet wird.
Was ist passiert? Forscherinnen und Forscher vom Fraunhofer-Institut haben am Montag eine neue Studie veröffentlicht. Sie haben sich angeschaut, wie es mit dem Gasnetz in Deutschland weitergeht. Ihr Ergebnis: Bis 2045 werden wohl viele Gasleitungen stillgelegt, weil immer weniger Leute Gas zum Heizen nutzen. Die übrigen Haushalte müssen dann immer höhere Preise zahlen, weil die fixen Kosten fürs Netz auf weniger Leute verteilt werden. Eine neue Gasheizung kostet schnell mehrere Tausend Euro – und die Studie sagt: Wer jetzt noch eine einbaut, sitzt am Ende vielleicht auf einer teuren Investitionsruine.
Wer hilft? Till Irmisch vom Umweltinstitut München erklärt, dass Heizen mit Gas immer teurer wird. Er rät, sich gut zu informieren, bevor man sich eine neue Heizung kauft. Es gibt Energieberatungsstellen bei den Stadtwerken, die Verbraucherzentralen und Fachbetriebe, die kostenlos oder günstig Tipps geben. Auch die Bundesregierung plant, ab 2029 mehr Biogas und Bioöl in die Heizungen zu mischen – aber die Studie sagt, das wird vermutlich nicht reichen, weil viele Haushalte schon auf Wärmepumpen oder Fernwärme umsteigen.
