Ein ungarischer Autor hat in Berlin einen wichtigen Literaturpreis für seinen Roman "Die Aussiedlung" bekommen.

Stell dir vor, ein Buch erzählt von einer Familie, die mitten in eine weite, leere Steppe verschleppt wird. Genau das passiert in dem Roman "Die Aussiedlung" von dem ungarischen Schriftsteller Andras Visky. Dafür hat er jetzt in Berlin den Internationalen Literaturpreis vom Haus der Kulturen der Welt (HKW) bekommen. Das ist ein großer Preis, der jedes Jahr ein Buch aus einem anderen Land auszeichnet, das gerade erst ins Deutsche übersetzt wurde.

Die Jury, die das Buch ausgewählt hat, fand es besonders spannend. Sie sagte, es sei ein Buch über die rätselhafte Fähigkeit von Menschen, sich aneinander zu binden, selbst wenn alles andere zerbricht. Visky erzählt die Geschichte in einer "riskanten Sprache", wie die Jury schrieb. Damit meint sie, dass er ungewöhnliche Worte und Bilder benutzt, die den Leser herausfordern.