Im Raum Linz hat sich seit Jahresbeginn ein riesiges Regen-Defizit aufgebaut, und die Stadt will jetzt gegensteuern.

Was ist passiert? In Linz und rund um die Stadt hat es seit Jahresbeginn viel weniger geregnet als sonst. Die Stadtklimatologie hat ausgerechnet: Es fehlen etwa 20 Milliarden Liter Wasser. Das klingt abstrakt – zum Vergleich: Das ist ungefähr so viel Wasser wie 50-mal im Pleschingersee Platz hätte oder 20-mal im Pichlingersee. Im Juni wurden sogar viele Temperaturrekorde gebrochen, was die Lage noch verschärft.

Wer hilft? Biber haben in den Urfahraner Bächen mit ihren Dämmen und sogenannten Beaver Dam Analogs – das sind künstlich gebaute kleine Dämme – dafür gesorgt, dass die Bäche etwa vier bis fünf Wochen länger Wasser führten. Diese zusätzliche Zeit gaben Fischen und anderen Wassertieren die Chance, sich in tiefe Tümpel zurückzuziehen und zu überleben. Umweltstadträtin Eva Schobesberger sagt, dass die Stadt mit Hochdruck daran arbeitet, Linz klimafit zu machen, also besser gegen Hitze und Trockenheit aufzustellen.