Das erste Halbjahr 2026 war in Österreich außergewöhnlich trocken – manche Regionen sind so regenarm wie seit 1885 nicht mehr.
Was ist passiert? Zwischen Jänner und Juni 2026 hat es in Österreich im Durchschnitt 27 Prozent weniger geregnet als sonst. Meteorologe Alexander Orlik von Geosphere Austria erklärt, dass es in Teilen des Landes seit 1885 nicht mehr so trocken war. In Hohenau in Niederösterreich zum Beispiel wurden von Jänner bis Mitte Juli nur 143 Millimeter Regen gemessen – so wenig wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Besonders schlimm ist die Lage im Osten: Dort fehlt bis zu die Hälfte des üblichen Regens. Eine Hitzewelle mit über 40 Grad heizt die Situation zusätzlich an. Damit sich das Defizit ausgleicht, müsste laut Orlik rund 160 Liter Regen pro Quadratmeter in den nächsten Wochen fallen.
Wer hilft? Die Expertinnen und Experten von Geosphere Austria beobachten das Wetter genau und veröffentlichen regelmäßig Bilanzen, damit Behörden, Landwirtinnen und Landwirte sowie die Bevölkerung wissen, woran sie sind. Wetterdienste warnen, wenn Hitze und Trockenheit zunehmen. In Europa zeigen Nachbarländer wie Spanien und Frankreich, wie ernst die Lage werden kann: Dort gab es wegen der Hitzewelle bereits verheerende Waldbrände. Wenn alle Bescheid wissen, lässt sich besser planen – zum Beispiel, wann Felder bewässert werden oder wann Wasser gespart werden muss.