Ein Kreuzfahrtschiff mit vielen LGBTQ-Passagieren durfte nicht in die Türkei und nicht nach Ägypten und legte deshalb am Freitag auf Kreta an.

Stell dir vor, du bist auf einer großen Kreuzfahrt und plötzlich sagt dir ein Land: Du darfst hier nicht anlegen. Genau das ist der „Scarlet Lady“ passiert. Das Schiff ist für eine einmonatige Reise gebucht, die sich an LGBTQ-Passagiere richtet, also an Leute, die schwul, lesbisch, bi, trans oder queer sind. Rund 1.860 Passagiere und 1.139 Crewmitglieder sind an Bord. Geplant war die Reise vom US-Veranstalter Atlantis Events.

Die Türkei und Ägypten wollten das Schiff nicht in ihre Häfen lassen. Die Türkei hat als Grund „moralische Werte“ genannt. Ägypten hat sich dem angeschlossen. Für die Passagiere bedeutet das: Zwei geplante Stopps fallen weg, das Programm wird kürzer.

Aber die Reise geht weiter. Am Freitag in der Früh hat das Schiff außerplanmäßig im Hafen von Souda auf Kreta festgemacht. Souda ist eine Hafenstadt im Westen der Insel. Dort konnten die Leute an Land gehen und sich ausruhen. Nach dem Halt in Griechenland soll das Schiff seine Fahrt nach Montenegro fortsetzen, also Richtung Adria.