Kurz bevor sich Staatschefs aus vielen Ländern in der Türkei treffen, hat die Polizei dort viele Menschen festgenommen – darunter auch Journalistinnen und Journalisten.
Was ist passiert? Die türkische Polizei hat am Sonntag in mehreren Teilen des Landes Menschen festgenommen. Insgesamt waren es nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu 39 Personen, in einer weiteren Operation in der Provinz Kocaeli kamen 28 weitere dazu. Unter den Festgenommenen sind auch Journalistinnen und Journalisten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Menschen aus linken Gruppen. Die Behörden sagen, es geht um Anti-Terror-Ermittlungen; bei den Einsätzen wurden Munition und verbotene digitale Materialien beschlagnahmt.
Wer hilft? Mehrere Organisationen setzen sich für die Betroffenen ein. Der türkische Journalistenverband (TGC) und die Progressive Juristenvereinigung (CHD) haben auf der Plattform X die Freilassung der festgenommenen Journalistinnen und Journalisten gefordert. Sie sagen, die Festnahmen seien ein Verstoß gegen die Pressefreiheit. Auch Reporter ohne Grenzen (RSF) kritisiert die Einsätze als „blind, willkürlich und ungeordnet“. Die Polizei gibt bisher keinen Grund für die Festnahmen der Journalistinnen Buse Sötüglü und Ceren Erdogdu an.
Was kannst du tun? Informiere dich aus verschiedenen Quellen, wenn du mehr über die Situation in der Türkei erfahren willst. Achte darauf, ob Medien akkreditiert wurden oder ob ihre Berichterstattung eingeschränkt wird. Diskutiere das Thema mit anderen und bilde dir deine eigene Meinung – gerade wenn es um Pressefreiheit und das Recht auf Protest geht.
