Beim Christopher Street Day in Köln sind am Sonntag nach Angaben der Veranstalter rund 1,5 Millionen Menschen auf die Straße gegangen, um für die Rechte queerer Menschen zu feiern und zu demonstrieren.
Was ist passiert? In Köln fand am Sonntag, dem 5. Juli 2026, die große CSD-Parade statt. Die Abkürzung CSD steht für Christopher Street Day. Der Name erinnert an Ereignisse aus dem Jahr 1969 in New York: Damals stürmte die Polizei eine Bar namens „Stonewall Inn“ und es kam zu einem mehrtägigen Aufstand von Schwulen, Lesben und Trans-Personen. Seitdem wird auf der ganzen Welt mit CSD-Paraden an diesen Widerstand erinnert.
Die Parade in Köln startete an der Deutzer Brücke und zog sich rund sechs Kilometer lang durch die Innenstadt. Etwa 60.000 Menschen waren offiziell als Teilnehmende angemeldet, sie kamen in 250 Gruppen und auf rund hundert Festwagen. Insgesamt waren nach Veranstalterangaben rund 1,5 Millionen Menschen in der Stadt – so viele wie nie zuvor bei einem CSD in Köln. Auf Plätzen wie dem Heumarkt und dem Neumarkt wurde ausgelassen gefeiert, mit Regenbogenflaggen, bunten Kostümen und lauter Musik. Die Polizei war mit mehreren hundert Beamten im Einsatz, es gab bis zum Nachmittag keine Zwischenfälle.
