In Deutschland streiten Politikerinnen und Politiker darüber, ob Leihmutterschaft erlaubt werden soll – ausgelöst durch den Rücktritt eines CDU-Politikers.
Was ist passiert? Jens Spahn, ein wichtiger Politiker der CDU, ist zurückgetreten, weil er mit Hilfe einer Leihmutter in den USA Vater geworden ist. In Deutschland ist Leihmutterschaft eigentlich verboten – er selbst hat aber kein Gesetz gebrochen, nur die Ärzte und Vermittler im Ausland dürfen das eigentlich nicht tun. Viele Menschen finden es trotzdem ungerecht, dass reiche Paare sich einfach ein Baby im Ausland „bestellen" können, während andere auf Kinder warten.
Wer hilft? Verschiedene Expertinnen und Experten mischen sich in die Debatte ein. Der Deutsche Ethikrat, ein unabhängiges Gremium, das die Bundesregierung berät, hat gesagt: Wir müssen endlich offen über Leihmutterschaft reden. Familienministerin Karin Prien, die selbst Mutter ist, gibt zu, dass ein unerfüllter Kinderwunsch sehr belastend sein kann. Hilfswerke wie die Heinrich-Böll-Stiftung zeigen mit Berichten, wie Leihmütter im Ausland oft ausgenutzt werden.
Was kannst du tun? Wenn dich das Thema interessiert, kannst du dich informieren: Was bedeutet es für eine Frau, ein Kind für andere auszutragen? Warum ist es so teuer, ein Baby durch Leihmutterschaft zu bekommen? Du kannst mit Freundinnen und Freunden, in der Schule oder Familie darüber reden und dir deine eigene Meinung bilden. Politik betrifft uns alle – auch wenn wir noch nicht wählen dürfen.
