In Mexiko-Stadt streiken seit Tagen tausende Lehrerinnen und Lehrer für höhere Löhne – und das nur eine Woche vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft.
Was ist passiert? Die größte Lehrergewerkschaft des Landes, die CNTE, hat am 1. Juni zu einem unbefristeten Streik aufgerufen. Tausende Menschen zogen durch das historische Zentrum von Mexiko-Stadt. Sie blockierten Straßen, stürmten das Bildungsministerium und warfen riesige Fußballer-Figuren um, die für die WM aufgestellt worden waren. Einige Demonstranten zündeten die Trikots der Figuren an. Die Polizei setzte Tränengas und Pfefferspray ein. Verletzt wurde nach den Berichten niemand schwer, aber es gab Sachschäden in Millionenhöhe. Auslöser des Streiks sind die Löhne: Viele Lehrkräfte verdienen nur zwischen 400 und 700 Euro brutto im Monat. Die Regierung bietet neun Prozent mehr – die Gewerkschaft will aber doppelt so viel. Außerdem fordert sie, dass eine Rentenreform zurückgenommen wird, die viele Lehrerinnen und Lehrer hart trifft.
