In Mexiko-Stadt demonstrieren Lehrkräfte seit Tagen gegen niedrige Löhne und haben kurz vor dem Start der Fußball-WM das Bildungsministerium gestürmt.
Was ist passiert? Seit mehreren Tagen gehen Lehrerinnen und Lehrer der Gewerkschaft CNTE in Mexiko-Stadt auf die Straße. Sie blockieren Straßen, haben ein Zeltlager im historischen Zentrum aufgebaut und sind in das Bildungsministerium eingedrungen. Dabei schlugen sie Fenster ein und legten Feuer. Die Polizei antwortete mit Tränengas und Pfefferspray. Kurz zuvor hatten Demonstranten große WM-Spielfiguren auf dem Paseo de la Reforma umgerissen und angezündet. Das Eröffnungsspiel der WM zwischen Mexiko und Südafrika ist für den 11. Juni im Aztekenstadion geplant.
Wer hilft? Präsidentin Claudia Sheinbaum hat den Protestierenden einen Dialog angeboten und ruft zur Besonnenheit auf. Sie lehnt es ab, kurz vor der WM mit Gewalt gegen die Demonstrierenden vorzugehen. Gleichzeitig arbeiten Sicherheitskräfte, das Außenministerium und internationale Partner wie der deutsche Außenminister Johann Wadephul daran, dass das Turnier sicher stattfinden kann. Mehr als 100.000 Soldatinnen, Polizisten und private Sicherheitsleute sollen im Einsatz sein, unterstützt von Drohnen und Sprengstoffspürhunden. Auch Familien von Vermissten haben angekündigt, friedlich zu protestieren, um auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen.
