Die französische Politikerin Marine Le Pen wurde wegen Veruntreuung von EU-Geld verurteilt und tritt trotzdem bei der nächsten Präsidentschaftswahl an.
Was ist passiert? Ein Gericht in Paris hat Marine Le Pen schuldig gesprochen, EU-Geld veruntreut zu haben. Das bedeutet: Mitarbeiter sollen als Assistenten im EU-Parlament gearbeitet haben, haben aber in Wirklichkeit Aufgaben für ihre Partei erledigt. Dafür hat Le Pen eine Strafe bekommen: drei Jahre Haft, zwei davon auf Bewährung, ein Jahr zu Hause mit einer Fußfessel am Knöchel. Eine Fußfessel ist ein kleines Gerät, das immer getragen werden muss und den Aufenthaltsort misst. Zusätzlich muss sie 100.000 Euro Strafe zahlen. Le Pen hat Revision eingelegt, das ist ein Antrag, das Urteil nochmal überprüfen zu lassen. Solange darüber nicht entschieden ist, muss sie die Fußfessel noch nicht tragen. Le Pen sagt selbst, sie sei unschuldig, und will im April 2027 Präsidentin von Frankreich werden.
