Heute fällt ein Pariser Gericht ein Urteil, das die Machtverhältnisse in Frankreich verändern könnte – und die Frage beantwortet, ob die Oppositionschefin Marine Le Pen bei der nächsten Präsidentenwahl antreten darf.

Stell dir vor, in deiner Klasse gibt es eine Schülersprecherin, die lange die Richtung bestimmt hat. Jetzt steht fest: Sie darf bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten – weil ein Gericht sie wegen eines Fehlers verurteilt hat. Genau so eine Situation gibt es gerade in Frankreich. Heute um 13.30 Uhr entscheidet ein Berufungsgericht in Paris, ob die Politikerin Marine Le Pen weiterhin bei der Präsidentenwahl 2027 antreten darf. Angeklagt ist sie, weil ihre Partei früher Geld aus der EU-Kasse genommen haben soll, um damit eigentlich Parteiarbeit in Frankreich zu bezahlen – nicht, wie es eigentlich gedacht war, Arbeit im EU-Parlament. Dabei geht es um rund 1,4 Millionen Euro über zwölf Jahre.