Kubas Präsident hat eine große Wirtschaftsreform angekündigt: Mehr Privatunternehmen, weniger Ministerien und neue Regeln für Tourismus und Landwirtschaft.

Stell dir vor, ein Land erlaubt seinen Bürgerinnen und Bürgern plötzlich, Dinge zu tun, die vorher streng verboten waren – zum Beispiel ein eigenes kleines Geschäft zu eröffnen oder eine Wohnung zu verkaufen. Genau das hat Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel jetzt angekündigt. Er will die Wirtschaft des Landes öffnen und sich dabei ein Beispiel an China und Vietnam nehmen. Diese beiden Länder sind weiterhin kommunistisch geführt, lassen aber seit Jahrzehnten private Firmen zu.

Konkret bedeutet das: Künftig sollen mehr private Unternehmen entstehen dürfen, auch im Tourismus. Früher war der Tourismus fest in staatlicher Hand, jetzt sollen neue Akteure mitmischen können. Auch in der Landwirtschaft und auf dem Immobilienmarkt soll sich einiges ändern. Gleichzeitig will der Präsident den Staat schlanker machen: Statt 27 Ministerien soll es nur noch 20 geben, damit weniger Bürokratie entsteht.