Nach einem Besuch auf der US-Basis Guantánamo hat der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verlangt, die dort noch eingesperrten Menschen hinzurichten.
Was ist passiert? Pete Hegseth, der Verteidigungsminister der USA, war auf dem Stützpunkt Guantánamo Bay in Kuba. Danach sagte er vor Journalisten in Tampa, die 15 Männer, die dort noch festgehalten werden, hätten längst hingerichtet werden müssen. Auf der Basis sitzen Menschen ein, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 als islamistische Terroristen verdächtigt wurden. Einige von ihnen wurden verurteilt, andere sind seit Jahren ohne Urteil in Haft. Auf dem Höhepunkt waren fast 800 Menschen dort eingesperrt.
Wer hilft oder kritisiert? Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Lager schon lange. Sie sagen, dass Insassen unfair behandelt wurden, dass manche gefoltert wurden und dass Militärtribunale kein normaler Gerichtsprozess sind. Auch frühere US-Regierungen wollten das Lager schließen, fanden aber kein anderes Land, das die Männer aufnehmen wollte. Die kubanische Regierung lehnt das Lager ab und sagt, der Pachtvertrag für das Gelände sei schon seit der Revolution 1959 ungültig.
