Ein neuer Bericht zeigt: Korallenriffe erholen sich zwischen Hitzewellen immer schlechter, weil die Pausen dazwischen zu kurz sind.
Was ist passiert? Forscherinnen und Forscher haben Korallenriffe in mehr als 124 Ländern untersucht. Sie haben gemessen, wie oft und wie stark Riffe in den letzten Jahren durch heißes Wasser gebleicht wurden. Das Ergebnis: Die Abstände zwischen diesen Stressereignissen sind heute oft kürzer als die Zeit, die ein Riff braucht, um sich wieder zu erholen. Hauptautor Manuel González Rivero vom Australian Institute of Marine Science warnt deshalb vor einer Abwärtsspirale: "Dadurch entsteht eine Abwärtsspirale, die mit jedem neuen Bleichereignis immer schwieriger umzukehren ist". Korallen leben eigentlich in Symbiose mit winzigen Algen; wenn es zu warm wird, verlieren sie diese Algen, werden weiß und schwach.
Wer hilft? Auf dem Weltnaturschutzkongress in Bonn beraten Delegierte aus vielen Ländern, wie Riffe besser geschützt werden können. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen, dass streng verwaltete Schutzgebiete mit Regeln für Fischerei und Tourismus die Riffe widerstandsfähiger machen können. Organisationen wie das Australian Institute of Marine Science und weitere Partner liefern die Daten, auf denen solche Entscheidungen aufbauen. Auch lokale Projekte, die Schadstoffe und Überfischung reduzieren, geben Riffen bessere Chancen, sich zu erholen.
