Der Sommer 2026 war in Deutschland ungewöhnlich heiß und hat bei vielen Menschen im Land Spuren hinterlassen.
In diesem Sommer hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) in vielen Regionen Deutschlands wochenlang Temperaturen über 35 Grad gemessen. Besonders betroffen waren der Südwesten, also Baden-Württemberg, und der Westen, vor allem Nordrhein-Westfalen entlang des Rheins. Auch nachts wurde es oft kaum kühler, was den Körper zusätzlich belastet, weil er sich nicht erholen kann. Der Meteorologe Gernot Schütz vom DWD hat mehrfach vor den Risiken für ältere Menschen, Babys und chronisch Kranke gewarnt. Ärztinnen und Ärzte berichten, dass in den Notaufnahmen während der Hitzewellen deutlich mehr Menschen mit Kreislaufproblemen, Nierenproblemen und Atemnot behandelt wurden.
Zum Glück gibt es eine ganze Reihe von Stellen, die in solchen Hitzewellen helfen. Das Robert Koch-Institut (RKI) wertet Daten aus und gibt Empfehlungen heraus, welche Regionen gerade besonders gefährdet sind. Viele Städte haben kühle Räume in öffentlichen Gebäuden geöffnet, etwa in Bibliotheken oder Rathäusern. Hilfsorganisationen wie die Johanniter und das Deutsche Rote Kreuz bieten für ältere Menschen Bringdienste mit Wasser und leichten Mahlzeiten an. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich eingeschaltet und die Länder aufgefordert, ihre Hitzeschutzpläne besser umzusetzen. Der medizinische Experte Uwe Janssens von der DIVI erklärt zudem, dass viele Hitzetote gar nicht als solche gezählt werden, weil auf den Totenscheinen andere Ursachen wie Organversagen stehen. Das soll sich bessern, damit man Hitzewellen besser erforschen und vorbeugen kann.
