Eine neue Studie aus Peking zeigt: Der weltweite Handel setzt bedrohte Tier- und Pflanzenarten immer stärker unter Druck – und das hat auch mit dem zu tun, was wir kaufen.

Was ist passiert? Ein Forschungsteam der Universität Peking und des IIASA hat 35 Jahre lang untersucht, wie der Welthandel die Natur belastet. Dafür haben sie Daten aus 185 Ländern ausgewertet, also fast der ganzen Welt. Das Ergebnis: Länder wie Madagaskar und Papua-Neuguinea, in denen ganz besondere Arten leben, stehen besonders unter Druck. Aber auch reiche Länder wie Deutschland, Japan oder die USA spielen eine Rolle – weil dort viele Güter aus aller Welt gekauft werden.

Wer hilft? Die Forscherinnen und Forscher schlagen mehrere Lösungen vor. Sie wollen, dass Handelsverträge strengere Regeln für den Schutz der Natur bekommen. Firmen sollen zeigen, woher ihre Rohstoffe kommen, damit man Umweltprobleme besser erkennt. Außerdem soll es für uns Verbraucherinnen und Verbraucher einfacher werden, Produkte zu erkennen, die ohne Naturzerstörung hergestellt wurden. Auch die Weltnaturschutzunion IUCN liefert mit ihren Daten die Grundlage für solche Entscheidungen.