Als Bundesrat Albert Rösti in Luzern vom Bahnhof zum Verkehrshaus spazierte, machten lautstarke Klimaaktivisten ihrem Ärger über seine Energiepolitik Luft.

Stell dir vor, du gehst mitten in der Stadt spazieren – und plötzlich wird es laut: Genau so ging es Bundesrat Albert Rösti am Mittwoch in Luzern. Rund ein Dutzend Klimaaktivistinnen und -aktivisten begleiteten ihn mit Pfiffen und Rufen vom Bahnhof bis zum Verkehrshaus, dem Museum für Verkehr. Eine Frau in einer lachsfarbenen Regenjacke rief sogar in seine Rede hinein: «Röstis Scheissumweltpolitik verstösst gegen Menschenrechte!» Die ganze Gruppe skandierte: «Rösti, Rösti, mir lönd eus nid röste» – auf Deutsch etwa: «Wir lassen uns von Rösti nicht verbrennen.»

Worum ging es den Protestierenden? Sie machen sich Sorgen wegen der heissen Sommer in Europa und finden, dass Rösti zu stark auf fossile Energie wie Öl und Gas setzt. Eine Aktivistin sagte: «Wir können keinen Bundesrat gebrauchen, der fossile Energie promotet.» Andere warfen ihm vor, das Nein des Schweizer Volkes zu neuen Autobahnen zu ignorieren. Rösti gehört zur SVP und ist im Bundesrat für Verkehr, Energie und Umwelt zuständig.