Im Kärntner Landtag wird am 15. Juli ein Untersuchungsausschuss eingesetzt, der zwei umstrittene Immobilienverkäufe des Landes unter die Lupe nimmt.

Stell dir vor, dein Bundesland verkauft ein großes Grundstück oder ein Gebäude, und viele Leute finden, dass dabei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Genau darum geht es in Kärnten. Die Freiheitliche Partei (FPÖ) hat im Landtag beantragt, einen Untersuchungsausschuss einzusetzen – ein Gremium, das wie ein politisches Ermittlerteam arbeitet. Es soll klären, wie der Verkauf des Landesjugendheims Görtschach und des Feriendorfs Ossiacher See vorbereitet und durchgeführt wurde.

Den Ausschuss wird FPÖ-Klubobmann Erwin Angerer leiten. Insgesamt sitzen neun Abgeordnete drin, verteilt nach Parteienstärke: vier von der SPÖ, zwei von der FPÖ, zwei von der ÖVP und einer von Team Kärnten. Ein Untersuchungsausschuss darf Dokumente anfordern und Personen als Zeugen befragen – so bekommen Abgeordnete heraus, was wirklich passiert ist. Ursprünglich wollte die FPÖ auch den Flughafen Klagenfurt untersuchen, das wurde aber aus rechtlichen Gründen vorerst fallen gelassen.