In der Kärntner FPÖ gibt es Ärger, weil der neue Chef der Parteijugend in Verbindung mit Rechtsextremismus gebracht wird – und Mitglieder deshalb die Partei verlassen.
Was ist passiert? Viktor Erdesz ist seit Kurzem der neue Chef der Parteijugend der FPÖ in Kärnten. Nun wurden Vorwürfe laut, dass er Kontakte in das rechtsextreme Milieu hat. Außerdem soll er im Jahr 2020 Leute mit einem Wehrmacht-Foto zu einer Veranstaltung eingeladen haben. Mehrere Mitglieder der Freiheitlichen Jugend Kärnten sind deshalb aus der Partei ausgetreten. Der Kärntner FPÖ-Chef Erwin Angerer bestätigte diese Austritte gegenüber der Nachrichtenagentur APA und sagte: „Es stimmt, es sind ein paar ausgetreten nach dieser Wahl.“
Wer hilft oder reagiert? Die FPÖ-Führung in Kärnten hat angekündigt, den Fall noch einmal genau zu prüfen. Generalsekretär Josef Ofner sagte, dass es einen Parteiausschluss geben könnte, falls Erdesz rechtlich verurteilt wird. Auch die Junge Volkspartei (JVP) aus Oberösterreich hat reagiert: Sie hat andere politische Jugendorganisationen dazu aufgerufen, gemeinsam gegen Rechtsextremismus aufzutreten. In einer Aussendung schrieb die JVP: „Der Schutz unserer Demokratie sollte daher die gemeinsame Verantwortung aller verantwortungsvollen politischen Jugendorganisationen sein.“
