In Italien hat der Senat ein Gesetz beschlossen, das Sexualkunde an Schulen nur noch erlaubt, wenn die Eltern vorher zugestimmt haben.

Was ist passiert? Der Senat in Italien hat am Donnerstag ein neues Gesetz verabschiedet. Das bedeutet: Wenn eine Schule Sexualkunde anbieten will, müssen die Eltern mindestens sieben Tage vorher informiert werden und zustimmen. In Kindergärten und Grundschulen darf es gar keine Sexualkunde mehr geben. Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Bildungsminister Giuseppe Valditara sagen, das Gesetz schütze Kinder und Jugendliche vor dem, was sie "Gender-Propaganda" nennen. Es soll die Rechte der Eltern stärken.

Wer hilft? Viele Oppositionsparteien in Italien finden das Gesetz falsch. Sie sagen: Sexualkunde ist ein normales Fach und sollte nicht anders behandelt werden als Mathe oder Sport. Sie wollen, dass Jugendliche weiterhin leicht an verlässliche Informationen kommen. Auch pädagogische Fachleute melden sich zu Wort und sorgen sich darum, dass Jugendliche aus sehr zurückhaltenden Familien weniger über Themen wie Verhütung oder Einvernehmlichkeit lernen.