Wegen neuer Angriffe im Libanon ist ein geplantes Abkommen zwischen dem Iran und den USA plötzlich wieder offen, und die Verhandlungen könnten scheitern.

Was ist passiert? Eigentlich sollten der Iran und die USA an diesem Sonntag ein erstes Abkommen unterschreiben. Es geht um das iranische Atomprogramm, also darum, ob der Iran weiterhin Uran anreichern darf oder nicht. Doch dann hat Israel am Morgen Ziele in den südlichen Vororten von Beirut im Libanon angegriffen. Dabei wurden laut libanesischen Behörden drei Menschen getötet und sechs verletzt. Daraufhin hat der iranische Chefunterhändler Mohammed-Bagher Ghalibaf auf der Online-Plattform X (früher Twitter) geschrieben, dass Gespräche sinnlos seien, wenn die USA ihre Zusagen nicht einhalten können. Damit hat er das Abkommen öffentlich infrage gestellt.

Wer hilft? Trotz der schwierigen Lage versuchen verschiedene Seiten, eine Lösung zu finden. Pakistan vermittelt zwischen den USA und dem Iran und hatte die Unterzeichnung ursprünglich für möglich gehalten. US-Präsident Donald Trump hat alle Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Er sagte, die USA seien nahe an einem Friedensabkommen, das auch den Libanon einschließen solle. In seinem Land feiert er an diesem Sonntag seinen 80. Geburtstag; ursprünglich wollte er das Abkommen als besonderen politischen Erfolg präsentieren. Internationale Diplomaten beobachten die Lage genau und hoffen, dass die Verhandlungen nicht komplett abbrechen.